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Bietet Ihnen einen detaillierten Überblick, sowie
zahlreiche Informationen über ein Studium in Ungarn. |
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Bewerbung: vom 20. März bis zum 20. Juni. Die Zulassungskommission tagt
im April und Juni, anschließend werden die Bewerber benachrichtigt. |
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Peter Meleghy
Foto: Wolf Wichmann |
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| Tourismus | Stadtporträit
EGER |
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Geschichte, Hotels, Restaurants, Thermalbäder, Ausflüge
Die 57.000-Einwohner-Stadt liegt nordöstlich von Budapest;
Autobahn M3 nach Osten, Ausfahrt Füzesabony.
Vorwahl aus dem Ausland 0036-36, aus Ungarn 06-36
, Dobó tér 2, Tel. (36) 517 715, Fax (36)
518 815; und eger@tourinform.hu Das Büro
informiert auch über Unterkünfte.
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| Schon von Weitem fallen die
vielen Türme auf: der gedrungene Wehrturm der Burg, ein
hohes Minarett und die Türme der vielen Barockkirchen.
Die lebendige Barockstadt am Südhang des Bükk-Gebirges
mit den engen Gassen und weiten Plätzen beherbergt einzigartige
Bauwerke. Zudem ist sie eine Stadt des Wassers und der
Weine: Immer wieder nimmt der Besucher den Schwefelduft
der Thermalbäder wahr. Und in den Weingärten gedeihen
schwere, dunkle Rotweine wie der Egerer Stierblut (Egri
Bikavér).
Eger hat eine dramatische Geschichte. Den Grundstein
der Stadt am gleichnamigen Fluss legte König Stephan
I. im 11. Jahrhundert mit der Gründung eines Bistums.
Bereits im 13. Jahrhundert durch die Mongolen zerstört,
entwickelte sich die Stadt erstaunlich rasch zu
einem der Zentren der ungarischen Renaissance.
Im 16. Jahrhundert versuchten die Türken gleich
zweimal, die Stadt einzunehmen. 1552 verteidigte
Burghauptmann Dobó mit 2000 Kämpfern und deren
wagemutigen Frauen die Burg gegen ein 80000 Mann
starkes türkisches Heer – erfolgreich. Doch 1596
fiel die Stadt und wurde für fast 100 Jahre Teil
des riesigen Osmanischen Reiches. Von den vielen
Gebetstürmen, Thermen und Moscheen steht als Erinnerung
an diese Zeit nur noch ein Minarett – allerdings
mit einem Kreuz an der Spitze als späte kleine
Rache für Eroberung und Unterdrückung. Im 18. Jahrhundert
wieder Bischofssitz, erblühte Eger zur üppigen
Barockstadt. Die steinreichen Bischöfe, wie Károly
Esterházy, aber auch die katholischen Orden ließen
Kirchen, Klöster, Schulen und Paläste bauen. Doch
auch Malerei, Bildhauerei, Handwerk und Astronomie
wurden gefördert, was Gelehrte und Künstler nach
Eger lockte. Die Stadt florierte bis Ende des Zweiten
Weltkriegs. Während des Kommunismus ein verschlafenes
Nest und Produzent großer Mengen von Wein minderer
Qualität, erwachte sie erst nach der politischen
Wende 1989. Alle wichtigen Gebäude wurden restauriert,
Geschäfte, Vinotheken, hübsche und endlich wieder
privatisierte Hotels und Restaurants öffneten die
Pforten. „Stierblut“ wird nicht mehr auf Masse
produziert – und gewinnt so schon mal eine Medaille
bei internationalen Blindverkostungen.
Das Zentrum der Stadt bildet der lange und breite
Dobó-István-Platz unterhalb der Burg, mit alten
Kandelabern, Bänken und Bäumen. Benannt wurde er
nach dem legendären Helden des Türkenkrieges. Die
Bronzestatue, die ihn mit gezogenem Säbel zeigt,
ist ein Werk von Alajos Strobl. Die andere Figurengruppe
auf dem Platz, erschaffen von Zsigmond Stróbl,
zeigt wilde Rösser, angreifende Türken und siegreiche
Ungarn. Die schön restaurierten Barockhäuser sowie
die gelb- und ockerfarbene Minoritenkirche (Minorita
templom) und das anschließende ehemalige Ordenshaus
umrunden stilvoll den Platz. Der Sichtbetonbau
des Kaufhauses „Skala“ versteckt sich dezent hinter
hohen Bäumen.
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| Die (Minoritenkirche)
am Dobó István tér wurde 1773 vom böhmischen
Baumeister Johann Ignaz Dientzenhofer erbaut
und ist eine der schönsten Barockbauten des Landes.
In der Mitte des Giebels steht die Statue des
Heiligen Antonius von Padua, eines in Ungarn
beliebten Heiligen, der unter anderem für alle
verlorenen Gegenstände zuständig ist und diesbezügliche
Gebete erhört. Auf dem Deckenfresko im Innern
der Kirche sind die Stationen seines Lebens dargestellt.
Die Érseki Fõszékesegyház (Erzbischöfliche
Hauptkirche), genannt Basilika, steht auf
einer Anhöhe am Ende einer der stimmungsvollen,
engen Gassen, die vom Dobó István tér parallel
nach Südwesten zum Esterházy-Platz führen.
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Der gewaltige klassizistische Bau wurde 1837
vom Architekten József Hild errichtet. Die breite Freitreppe,
die zum Kirchenportal führt, ist von Statuen gesäumt. Unten
stehen die beiden heiligen ungarischen Könige Stephan und Ladislaus,
oben die Apostel Peter und Paul. Vor dem Kirchtor ragen sechs
korinthische Säulen in die Höhe. Die Figuren hoch oben auf
dem dreieckigen Giebel symbolisieren die Tugenden Glaube, Liebe
und Hoffnung. Im Innern wirkt das ausladende Gotteshaus zwar
vornehm, aber eher kühl - passend zum klassizistischen Stil.
Das Líceum (Ehemaliges Erzbischöfliches Lyzeum), heute Pädagogische
Hochschule, steht schräg gegenüber der Basilika. Es wurde
1795 von Jakob Fellner im Zopfstil erbaut – blassrosa mit
Sandfarben abgesetzt und mit Girlanden und Kränzen geschmückt.
Geradezu überwältigend ist die Bibliothek im ersten Stock.
Sie wurde von Bischof Károly Esterházy gegründet, verfügt
heute über 130000 Bücher, darunter wertvolle Handschriften,
die in Eichenholzschränken aufbewahrt werden. Einige Exemplare
sind in Vitrinen zu sehen.
Doch das wirklich Grandiose ist das Deckenfresko, das zwischen
1778 und 1779 vom Österreicher Lukas Kracher gemalt wurde.
Auf einen nur 90 Zentimeter flachen Deckenbogen zauberte
er die enorme Höhe der gotischen Kathedrale von Trient, in
der die Bischöfe zwischen 1545 und 1563 beim Konzil zusammenkamen,
um über die Erneuerung der katholischen Kirche nach der Reformation
zu beraten. Insgesamt sind 132 Personen zu sehen.
Im sechsten Stock des Gebäudes befinden sich eine Sternwarte
und ein astronomisches Museum mit einer Sonnenuhr und mehreren
Fernrohren aus dem 18. Jahrhundert. Im siebten Stock kann
man den kleinen, original mit einem Holzofen eingerichteten
Raum besichtigen, in dem sich der „diensthabende“ Astronom
in kalten Nächten aufwärmen konnte. Die Krönung des Gebäudes
im neunten Stock ist die älteste Camera Obscura des Kontinents,
eine Dunkelkammer mit einem runden Tisch, auf dessen Platte
man durch eine drehbare Linse das Panorama der Stadt projizieren
kann. Gebaut hat sie im 18. Jahrhundert der Wiener Astronom
Miksa Hell zur Unterhaltung der Professoren und Studenten
des Lyzeums. Die Apparatur, mit der man das Bild der Stadt
drehen und wenden kann, sorgt auch heute noch für viel Spaß.
Zudem bietet die Plattform um die Dunkelkammer grandiose
– echte – Bilder über Eger, bis hin zu den Gipfeln des Bükk-Gebirges.
Zwischen Basilika und Lyzeum beginnt die Fußgängerstraße
Széchenyi István mit Straßencafés, Restaurants und Flaneuren.
Ihre Wehrtürme, Basteien und hohen Gebäude
sind von fast jedem Punkt der Stadt aus zu sehen.
Umgekehrt bietet ein Spaziergang auf dem Wehrgang herrliche
Ausblicke über Eger – die zu Beginn ihrer Geschichte nur
aus eben dieser Burg bestanden hat.
Im 11. Jahrhundert als gegründet, stand hier
neben einer Kirche der Palast des Bischofs und jener der
Domherren. Während der Mongoleneinfälle im 14. Jahrhundert
zur Wehrburg ausgebaut, wurde sie im 16. Jahrhundert im Stil
der damals neuen italienischen Festungen erweitert. Nach
der Einnahme durch die Türken Ende des 16. Jahrhunderts haben
die Eroberer die durch die Kämpfe verursachten Schäden beseitigt.
Erst Anfang des 18. Jahrhunderts wurde die Burg auf Befehl
des österreichischen Kaisers Leopold I. wie viele andere
in Ungarn gesprengt. Als Besitz des jeweiligen Bischofs benutzte
die Ruinen als Steinbruch für seine Kirchen
und Paläste in der Stadt. Die Zeit des Kommunismus verbrachte
die Burg in einem Dornröschenschlaf, und erst mit dem erwachenden
Geschichtsbewusstsein und wachsenden Tourismus in den 1990er
Jahren begannen die Restaurierungsarbeiten. Inzwischen sind
große Teile vollendet, doch die Arbeiten werden noch fortgesetzt.
Der schönste Fußweg hinauf zur Burg beginnt am ,
denn die Mühe des Aufstiegs wird mit herrlichen Ausblicken
über die ganze Gegend belohnt. Hat man nach dem äußeren auch
das innere Tor passiert, steht man auf einem weiten, unebenen
Platz. Alles erinnert an Kämpfe und Verteidigung. Links an
der Westmauer, neben dem Kanonenhügel befindet sich ein niedriger
Eingang. Von dort führt eine Treppe in einen tiefen Keller,
wo die Verletzten vor Operationen mit Rotwein betäubt und,
hatten sie den Eingriff auch überlebt, weiter mit Rotwein
behandelt wurden - und zwar äußerlich wie innerlich, solange
der Vorrat reichte. Heute befindet sich hier eine Weinschenke
mit einem Bogenschießstand.
Nur einige Schritte weiter an der Westmauer steht die Gemäldegalerie
der Burg mit Werken aus dem 16. bis 20. Jahrhundert, darunter
die heldenhaften „Egerer Frauen“ von Bertalan Székely.
Neben der Kerkerbastei in der Nordwestecke erhebt sich der
breite, ehemalige Bischofspalast mit ockerfarbener Fassade.
Nachdem das geistliche Oberhaupt in die Stadt gezogen war,
wohnte hier der Burghauptmann. Nach den Türkenkriegen diente
der Bau bis zu seiner Zerstörung im 18. Jahrhundert als Gefängnis
und als Getreidespeicher. Das eindrucksvolle Gebäude mit
gotischen Spitzbögen im Parterre, Laubengang im ersten Stock
und einem hohen dunkelroten Dach ist in den vergangenen Jahren
sorgfältig restauriert worden. In den hohen, gotischen Räumen
residiert heute das Dobó-István-Museum mit zahlreichen Exponaten
zur Geschichte der Burg.
Auf einer Anhöhe östlich des Palastes stand die erste romanische
Kathedrale von Eger. Sie wurde von den Mongolen zerstört.
Eine geflieste Rotunde und mächtige Pfeiler zeugen von den
Ausmaßen einer nie vollendeten gotischen Kathedrale an derselben
Stelle. Das halbfertige Gotteshaus
brannte bei der Belagerung 1552 aus. Wenige Schritte
südlich
davon befindet sich der hohe, bogenförmige
Eingang zu den weit verzweigten unterirdischen Stollen, in
die sich viele Frauen und Kinder beim Beschuss der
Burg retteten. Diese Kasematten wurden bereits im 16.
Jahrhundert gegraben.
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In der Nähe der Mauern
konnten die Verteidiger übrigens feststellen, wenn
die Belagerer
einen Tunnel in den Fels schlugen: Sie legten eine
Kriegstrommel auf den Boden und auf deren Fell trockene
Erbsen – die bei der kleinsten Erschütterung zu tanzen
begannen. Dann mussten freilich die Übeltäter erst
einmal gesucht und gefunden werden, was schwierig und
gefährlich war.
Auf der so genannten Ohrenbastei im Südosten der Burg
liegt der Schriftsteller begraben. In seinem wichtigsten historischen
Roman schilderte er auf ergreifende und spannende Weise
das Schicksal der Menschen und der Burg. „Die Sterne
von Eger“ gehört bis heute zu den Pflichtlektüren an
ungarischen Gymnasien, die auch freiwillig gelesen
werden. Auf dem Grabstein steht der Satz, „Hier ruht
nur der Leib“. |
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| Hotelempfehlungen
in Eger |
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Dobó tér 11
Tel. (36) 411 711
elf Zi., DZ von 50 bis 70 €
Stilvoll renoviertes, kleines Haus aus dem 18. Jahrhundert, direkt
am Hauptplatz und unterhalb der Burg, einfach, aber geschmackvoll
eingerichtete Zimmer. |
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Fürdõ út 5
Tel. (36) 320 211
128 Zi., DZ ca. 79 €;
unweit vom Stadtzentrum, saubere Zimmer; das Haus liegt direkt
neben einem großen Thermalfreibad, Eintritt für Hotelgäste ist
kostenlos.
Hotels außerhalb von
Eger
Schlosshotel de la Motte, Dobó út 10, Noszvaj,
Tel./Fax (36) 463 017 und 463 090, drei Appartements
zu 80 € im Schloss, 29 DZ im Anbau zu 40 €.
Noszvaj liegt zwölf Kilometer östlich von Eger
und ist auch mit dem Autobus erreichbar. Erbaut
wurde das Barockschloss zwischen 1774 und 1778,
Einrichtung und Dekoration der Sala terrena,
des Prunksaals und auch der Gästezimmer mit
grandiosen Wandgemälden und Möbeln stammen
noch aus der Entstehungszeit und sind vor kurzem
fachmännisch restauriert worden. Der Anbau
aus den 1970er Jahren ist weniger reizvoll;
zum Haus gehören auch ein Thermalbad und ein
Restaurant.
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| Restaurants |
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Dobó tér 1, Tel. 311587; gute ungarische Spezialitäten |
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Museen, Sehenswürdigkeiten
, (Lyzeum), Esterházy tér 1.; im ersten
Stock Bibliothek mit seltenen, alten Büchern und
einem illusionistischen Deckenfresko; im sechsten
Stock Sternwarte, im siebten Stock Camera Obscura.
Von der umlaufenden Terrasse herrliche Aussicht.
Geöffnet 1. April bis 30. September täglich außer
Mo 9.30 – 15 Uhr, 1. Oktober – 21. Dezember nur am
Wochenende 9.30 – 13.30 Uhr, 22. Dezember – 31. März
geschlossen.
(Erzbischöfliches Palais), Széchenyi
utca 1 – 3; Sammlung sakraler Kunst. Geöffnet 1.
April – 31. Oktober Di – Sa 9.30 – 17 Uhr, sonst
Mo – Fr 9 – 16 Uhr.
(ohne Hausnummer,
aber weithin sichtbar). Das 40 Meter hohe, bemerkenswert
schlanke Bauwerk steht auf einem 14-kantigen Sockel.
Es ist der nördlichste islamische Gebetsturm Europas.
Geöffnet täglich 9.30 – 18 Uhr.
: Möbel, Wandteppiche, Zeichnungen,
Skizzen über die Geschichte der Burg. Geöffnet 1.
April – 31. August 8 – 20 Uhr, im September 8 – 19
Uhr, Oktober 8 – 18 Uhr, 1. November – 31. März 9
– 17 Uhr.
(Gemäldegalerie); geöffnet täglich 9
– 17 Uhr.
(Kasematten), eindrucksvolle Gänge unter
dem Burgberg mit einem großen Lapidarium (Steinsammlung)
aus verschiedenen Epochen der Burg. Geöffnet täglich
9 – 17 Uhr; nur Führungen.
: Ende Juli; Termine bei
Tourinform.
Einkaufen
, Dobó tér 2.
(Weinhaus „Stierblut“), Verkostung
und Weinladen, Dobó tér 10.
, Dobó utca 10. Hier bekommt man
frische, duftende Strudel mit Quark, Mohn und Kürbis
oder mit Aprikosen gefüllt. Der Teig wird, wie zu
Zeiten ungarischer Großmütter, auf einem großen Tisch
hauchdünn ausgezogen.
, Katona tér: Paprikamus scharf oder mild,
Honig, Würste, Weine. Geöffnet Mo – Fr 6 – 17 Uhr,
Sa 6 – 13 Uhr.
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Thermalbäder
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Die verschiedenen Thermalwässer schießen schon
seit Tausenden von Jahren aus über 1000 Meter Tiefe
an die Oberfläche. Sie können Arterienverkalkung,
Erkrankungen der Wirbelsäule, gynäkologische Beschwerden
und Leberkrankheiten heilen. Das heutige Türkische
Bad wurde auf den Grundmauern eines viel älteren
Heilbades erbaut, in dem Mönche im Frühmittelalter
als Balneotherapeuten arbeiteten. |
Viele Hotels der Stadt verfügen über eigene Thermalbäder,
allerdings können sie nicht mit dem öffentlichen konkurrieren.
Thermalfreibad und Erlebnisbad, ; sieben
Schwimm- und Badebecken mit verschieden temperiertem
Quellwasser von 24 – 38° C, darunter auch ein riesiges
Erlebnisbad mit schwimmenden Inselchen und einer Märchenburg.
Im Park gedeihen Mammutbäume, über hundert Jahre alte
Platanen und subtropische Pflanzen. Geöffnet vom 1.
Mai bis zum 30. September Mo – Fr 6 – 19.30 Uhr, Sa
und So 8 – 19 Uhr, vom 1. Oktober bis zum 30. April
täglich 9 – 18.30 Uhr.
, Fürdõ utca 1 – 3; die kleine
Therme unter einer runden Kuppel wird während der Woche
vom Rheumakrankenhaus benutzt. Fürs Publikum geöffnet
ist das Bad Sa und So 8 – 18 Uhr.
Die wilde liegt acht
Kilometer südwestlich vom Stadtzentrum und ist die
kleine Schwester der sagenhaften Pamukkale in der Türkei.
Die schneeweißen Kalkablagerungen sind zwar weniger
umfangreich als in Pamukkale, dafür ist das Wasser
hier mit etwa 36° C einige Grade wärmer, und das Bad
ist Tag und Nacht geöffnet. Es gibt noch keine Bade-
oder Schwimmbecken, das Thermalwasser fließt aus verschiedenen
Rohren in ein Flüsschen mit natürlichen Mulden. Rundherum
rauschen die Wälder. Wer wildes Baden in Gottes freier
Natur mag, möge sich beeilen, denn die Pläne für eine
Klinik, Hotels und Sportplätze sind schon fertig. Der
Investor ist die Szalók Holding; sie sammelt nur noch
das nötige Geld für die Großinvestition.
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Ausflüge (römisch-katholische
Kirche), Szabadság tér 3.
Der kleine Ort liegt 20 Kilometer südwestlich von
Eger beziehungsweise Egerszalók; man fährt nach Verpelét,
von dort auf der Landstraße 24 Richtung Süden. Der
Ausflug lohnt sich, denn in Feldebrõ befindet sich
eine geschichtliche und kunsthistorische Rarität. Es
ist die romanische Kirche mit dem Grundriss eines lateinischen
Kreuzes aus dem 13. Jahrhundert und einigen barocken
Elementen. Grabungen unter dem Gotteshaus förderten
in den 1920er Jahren eine byzantinische Kirche aus
dem 11. Jahrhundert zutage. Der Grundriss dieser Unterkirche
zeigt ein griechisches Kreuz und besitzt also gleichlange
Schenkel. Die Erklärung lieferten die Knochen des Stifters
unter dem Altar. Hier liegt Sámuel Aba, der beim Kampf
um die ungarische Krone gegen den Erben Stephans I.,
des späteren Heiligen, 1044 starb. Die Partei Stephans
wurde vom Papst und dem Kaiser unterstützt, der Verlierer
Aba durch Byzanz. Die zum Teil gut erhaltenen Fresken
aus der Entstehungszeit zeigen Christus mit den vier
Aposteln, den kämpfenden Heiligen Paulus und die Ermordung
Abels durch Kain. Somit versinnbildlicht die kleine
Unterkirche das Drama der Thronfolgekriege und die
Selbstzerfleischung der Nation gleich nach der Staatsgründung.
Besichtigung nach telefonischer Anmeldung – auf Ungarisch
– unter der Nummer (36) 480 092 und nach einem Besuch
bei József Kelemen, Szabadság tér 8, der den Schlüssel
hat. Eine Spende für die deutschsprachige Broschüre
ist willkommen.
(Tal der schönen Frau)
Die malerische Senke liegt nur wenige Kilometer südwestlich
von Egers Stadtzentrum entfernt. Um einen langen und
breiten Park mit dichtem Gras und alten Bäumen steht
Weinschenke neben Weinschenke mit langen Tischen vor
den Türen. Man trinkt die einfachen Weine der Selbsterzeuger,
isst dazu Paprika-Knoblauch-Würste, scharfe Paprikaschoten,
süße Fleischtomaten und frisches Weißbrot, hört das
Geigenspiel der Roma-Musiker – und fühlt sich wohl.
Die Kleinstadt Mezõkövesd, 20 Kilometer südöstlich
von Eger, ist ein Zentrum der Matyó-Minderheit, die
bei großen Festen noch heute Tracht trägt: bunte, mit
Blumen bestickte Blusen, Schultertücher und Schürzen.
Die beliebteste Farbe ist Rot auf weißem oder schwarzem
Grund. Gestickt wird meist daheim, gemeinsam mit Verwandten
und Freunden.
Die Erzeugnisse der Heimarbeiterinnen aus den verschiedenen
Nachbardörfern kann man in den kleinen Museen besichtigen:
, Szent László tér 20; Bori-Kis-Jankó
Múzeum, Bori-Kis-Jankó utca 12,
und im original Matyó-Stil eingerichteten Haus am
Mogyoró köz 4, alle geöffnet während des ganzen Jahres
täglich außer Mo von 9 – 17 Uhr und auch schon mal
länger, weil die Museumsleiter meist im selben Haus
wohnen.
einiger Künstlerinnen
befinden sich am Szent László tér 18, neben dem Matyó-Museum,
und sind zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet.
(Heil- und Freibad Zsóry),
Napfürdõ út 2, Mezõkövesd - ein großes, neu renoviertes
und modernisiertes Thermalbad am Stadtrand. Drei Schwimmbecken,
ein Wellenbad, ein Kinderbecken mit obligatorischer
Rutsche, ein Erlebnisbad und ein Thermalbecken befinden
sich in einer herrlichen Parklandschaft, außerdem ein
Schwimmbecken, drei Thermalbecken und ein Sprudelbad-Becken
in der Halle. Insgesamt sind es zwölf Becken mit Wassertemperaturen
von 24 bis 38° C. Allein schon wegen dieses Bades lohnt
sich ein Ausflug nach Mezõkövesd. Geöffnet 1. Juni
– 31. August 7.30 – 19 Uhr, 1. September – 31. Mai
7.30 – 18 Uhr.
Der Ort liegt 30 Kilometer nördlich von Eger am westlichen
Rand des Nationalparks Bükk und ist die Heimat des
Lipizzaner-Gestüts von Ungarn. Ursprünglich wurden
die berühmten weißen Pferde für den Habsburger Hof
in Lipizza bei Triest gezüchtet. Sie sollten zäh sein,
auf hartem Boden gehen können, in jeder Beziehung bescheiden
sein, vor allem wenig fressen – und somit typische
Untertanen seiner Majestät werden. Die Zucht wurde
ein voller Erfolg. Durch die politischen Wirren des
19. Jahrhunderts zog das Gestüt mehrmals um und landete
schließlich in Szilvásvárad, wo die Tiere weiter veredelt
wurden. So eignen sich die ungarischen Lipizzaner besonders
gut als Zweier- und Vierergespann. Heute leben hier
80 Stuten aus verschiedenen Zuchtlinien, dazu acht
Hengste und mehrere Fohlen – insgesamt etwa 280 Tiere.
Neben den Ställen befindet sich ein Kutschenmuseum.
Ausgestellt sind Prunk- und Jagdwagen, mit Messingbeschlägen
geschmücktes Geschirr. An den Wänden hängen Großfotos
von berühmten Hengsten und Stuten. Hier werden auch
Reitvorführungen veranstaltet sowie Kutschfahrten und
Ausritte organisiert.
Die Gestütsverwaltung befindet sich in der Egri út
16, Tel. (36) 564 400. Hier bekommt man alle Auskünfte.
Ställe und Kutschenmuseum sind in der Fenyves út 4
(Zufahrt gegenüber dem Hotel Szilvás, Park utca 6),
geöffnet täglich außer Di 10 – 12 Uhr und 14 – 16 Uhr.
In der Parkstraße 8 ist ein historischer Stall zu sehen
und eine pferdegeschichtliche Ausstellung, geöffnet
täglich außer Mi 9.30 – 12 und 13 – 16 Uhr.
Von Szilvásvárad fährt eine Schmalspurbahn durch das
(Szalajka völgy) zum schönsten Wasserfall
des Landes. Die halbstündige Reise in den offenen gelben
Wagen geht an steilen Bergen und treppenförmig angeordneten
Forellenteichen vorbei bis zu einem weiten Tal mit
dem so genannten Schleier-Wasserfall. Das glitzernde
Quellwasser fließt mehr, als dass es fällt, durch unzählige
breite, aber niedrige Stufen immer weiter hinab. Den
besten Blick auf das Naturschauspiel hat man von einer
Brücke, die das Flüsschen unterhalb des Wasserfalls
überquert. An der Bergstation informiert ein Waldmuseum
über Fauna und Flora der Region. Über einen gekennzeichneten
Wanderweg erreicht man in 15 Minuten eine Höhle, in
der vor etwa 40.000 Jahren ein Urmensch gewohnt, und
wo man Werkzeuge und Tierknochen gefunden hat. Von
hier geht es steil weiter hinauf zum Istállós-kõ, dem
höchsten Gipfel des Bükk-Gebirges. Da es auch selbst
im Sommer kühl werden kann, ist es ratsam, Pullover
und Regenumhang mitzunehmen. Für den weiteren Aufstieg
braucht man Wanderschuhe.
***, Park utca 6, Tel. (36) 564
065; 40 Zi.; 20 Zi. haben Bad und WC und kosten pro
Nacht ca. 48 €; die anderen 20 haben Dusche im Zimmer,
WC aber im Flur, sie kosten 41 €; außerdem gibt es
im Park noch Bungalows, hauptsächlich für Gruppen,
mit Etagenbetten zu 8 € pro Nacht.
Von außen ist das Hauptgebäude des Hotels ein Barockschlösschen
aus dem 17. Jahrhundert.
Innen aber erinnern die eher unansehnliche Innendekoration
und die Einrichtung im sozialistisch-realistischen
Stil daran, dass das Haus nach dem Zweiten Weltkrieg
zu einem Erholungsheim der Gewerkschaft wurde. Allerdings
zeugt auch die umfangreiche Bibliothek vom Kommunismus
beziehungsweise dem Bildungsprogramm der Parteiführung:
Von Homer über Lion Feuchtwanger bis Klaus Mann stehen
alle Klassiker in den Regalen – die meisten freilich
in ungarischer Übersetzung.
Auf dem Weg von Eger nach Szilvásvárad kommt man zwangsläufig
an Bélapátfalva vorbei. Das Dorf am Fuß des imposanten
Bélkõ-Berges beherbergt Ungarns einzige Zisterzienserkirche
aus dem Mittelalter. Begonnen wurde der Bau im 13.,
vollendet im 15. Jahrhundert. Entsprechend den Vorschriften
des Ordens hat sie keinen Turm. Ein wenig geschmückt
ist das bescheidene Bauwerk an der waagrecht gestreiften
Frontseite durch ein Stufenportal, rechts und links
neben dem Tor je drei Säulen mit Kapitellen und einer
frühgotischen Fensterrose über dem Eingang. Nebenan
liegen die ausgegrabenen Grundmauern des Zisterzienser-Klosters.
Das Gotteshaus steht abseits der Straße auf einer Anhöhe:
hinter ihm das Bergmassiv, vor ihm das Tal. Die Stille
wird durch das Rauschen des Waldes und das Plätschern
eines Baches untermalt.
An der Kirche beginnt ein botanischer Lehrpfad zum
Gipfel des Bélkõ-Berges.
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Sonnenschein oder ein Donnerwetter erwartet
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